Das SgraffitoHaus - was ist ein Sgraffito?

Stellt euch Mal gegenüber von der Großen Pause auf die Betonstiegen der Elisabeth Kirche und schaut euch das Haus von der Großen Pause an. Da könnt ihr so einiges entdecken, denn der obere Teil der Fassade wurde um das Jahr 1560 mit einem Sgraffito versehen. Das ist also schon 461 Jahre her.

Was ist ein Sgraffito?

Die Sgraffito-Technik (deutsch: Kratztechnik) war zu dieser Zeit, der Renaissance, besonders beliebt. Bei einem Sgraffito werden verschiedenfarbige Putzschichten übereinander aufgebracht und Teile der unteren Schicht durch Abkratzen der oberen Schichten wieder freigelegt. So entsteht ein Bild. Probiere es doch mal aus! Wie du ein „Sgraffito“ oder „Kratzbild“ auf Papier machen kannst, erfährst du hier. 

Was ist die Renaissance und sind alle Sgraffiti gleich?

Nach dem Mittelalter, der Zeit der Ritter, begannen sich die Menschen wieder für die griechischen Heldensagen und die Zeit der Römer (Antike) zu interessieren. Sie bewunderten die Kunst der Römer und Griechen so sehr, dass sie ähnliche Kunstwerke gestalten wollten. In der Kunstgeschichte nennt man diese Zeit Renaissance, was soviel wie Wiedergeburt der Antike bedeutet.

Beliebte Motive und Bilder bei einem Sgraffito waren daher bewunderte Personen, Helden und Heldinnen und beliebte Muster und Formen der Antike – alles aus Sicht der Künstler der Renaissance. Jedes Sgraffito ist ein Kunstwerk von Künstlern geschaffen – sie sind daher nicht alle gleich.

Warum hat die oberste Figur keinen Kopf?

Bei einem großen Feuer vor ungefähr 450 Jahren, wurde der oberste Teil des Hauses zerstört und nicht mehr aufgebaut. Die Fassade wurde dann einfach überputzt und übermalt und erst vor 59 Jahren wurde das Sgraffito unter der Farbe wieder entdeckt. All die Jahre lag es wie ein verborgener Schatz mitten in der Stadt.

​Weil das Haus schon so alt ist, gibt es noch so einige Geschichten darüber zu berichten. Bleibt dran, bald erzählen wir euch mehr!